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Allgemeines - Stressoren - Stressphasen - Folgen&Auswirkungen - Stressmanagement |
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ALLGEMEINES |
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STRESS wird definiert als ein Ungleichgewichtszustand zwischen den Anforderungen der Umwelt und den individuellen Leistungsvoraussetzungen, Zielen und Bedürfnissen einer Person. Der Mensch gerät in eine Art Alarmzustand. Die Auslöser werden als Stressoren bezeichnet. |
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Stress-Reize (Stressoren) veranlassen den Organismus zu einer Bereitstellungsreaktion, die zu Stress-Erleben führt und aufgrund bestimmter Bewältigungsmuster eine der Aufgaben angemessene Feinabstimmung bzw. Regulation des Nervensystems bewirkt. |
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Jeder Stressor ruft im Körper zuerst eine allgemeine Bereitstellung von zusätzlicher Energie hervor, um die außergewöhnliche Anforderung auch zu bewältigen. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, und alle Muskeln werden angespannt, um maximale Kraft zu entwickeln. Zellbrennstoff und Hormone werden freigesetzt. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich auf den Stressor, und das Gedächtnis sucht nach geeigneten Verhaltensweisen für die Bearbeitung der neuen Aufgabe. Würde für die Anforderung zuwenig Energie bereitgestellt, müsste der Organismus auf Notreserven zurückgreifen, was die Belastung der Bewegungsorgane erhöht. Wenn jedoch ein Übermaß an Energie ausgeschüttet worden ist, muss diese in Organen verbraucht werden, die an der Aufgabenbewältigung gar nicht beteiligt sind. |
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Ein Ungleichgewicht von Anforderung und verfügbaren Mitteln, um sie zu bewältigen, wird als Stress erlebt. Zumeist erst dann, wenn die Stress-Situation vorüber ist, bemerkt man den Energiemangel als Erschöpfung bzw. die überschüssige Energie als weiter bestehende innere Übererregung. |
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Stress wird daher oft als Energieüberschuss erlebt. Je nachdem, ob Erfolg oder Misserfolg erzielt wurde, kann dieses Erleben unangenehm (Dis-Stress) oder angenehm (Eu-Stress) verlaufen. In beiden Fällen wird jedoch zuviel Energie freigesetzt, die nach der Aufgabenbewältigung vom Körper abgebaut gehört. |
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Ein gewisses Ausmaß an Stresserleben scheint lebensnotwendig zu sein. Das Auf- und Ab zwischen Stress- und Erholungsphasen reguliert ein komplizierter Mechanismus, der anscheinend immer wieder trainiert werden muss, um die Zusammenarbeit zwischen Organismus und Umweltreizen zu optimieren. |
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STRESSOREN |
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Es gibt verschiedene Stressoren, die zwar nicht auf jeden Einzelnen zutreffen müssen und auch nicht immer nur allein für sich genommen als Druck auslösendes Element stehen, doch je gehäufter sie auftreten, desto wahrscheinlicher ist auch die körperliche Bedrängnis. |
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Leistungsstressoren |
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Soziale Stressoren |
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Physische Stressoren (fordern ständig die Aufmerksamkeit) |
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Biophysiologische Stressoren (wirken physiologisch auf den Körper und erzeugen Stress) |
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STRESSPHASEN |
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Alarmreaktion |
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Die Alarmreaktion ist eine Folge der Zerstörung des inneren Gleichgewichts, dem der Körper durch Anpassung (Adaptation), d.h. durch Aktivierung des Sympathikus entgegenwirken will. Infolge davon kommt es zu einer Aktivierung des Nebennierenmarkes (NNM). Dabei werden vermehrt die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, sowie die Stresshormone Cortisol und Corticosteron ausgeschüttet. Das steigert die Herzfrequenz, erhöht den Blutzuckerwert, die Atmung und den Blutdruck. Außerdem ist ein Anstieg der freien Fettsäuren und der Magensäurekonzentration zu beobachten. Die Folgen sind eine verbesserte Muskeldurchblutung, bessere Belüftung der Lungen, ein Sauerstoffanstieg im Gehirn aber auch eine Verengung der Blutgefässe, Verlangsamung der Magen-, Darm- und Blasentätigkeit, geringerer Speichelfluss und zusammenziehen der Hautgefäße. Ist dieser Zustand länger anhaltend, wird der Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel beeinflusst und es entsteht ein hoher Blutzuckerspiegel und eine Übersäuerung des Blutes. Insgesamt wird die Durchblutung von Herz, Hirn und Muskeln verbessert, der Sauerstofftransport erhöht und es tritt eine Änderung der Hirnwellentätigkeit ein. |
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Widerstandsphase |
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Ist der Stresszustand lang anhaltend, ist der Körper bemüht eine Gegenreaktion zu starten, um die Alarmreaktionen abzuschwächen. Dafür ist der Parasympathikus zuständig. Er sorgt unter anderem für ein zusammenziehen der Bronchien, vermehrten Speichelfluss sowie für Anregung der Magen-, Darm-, und Blasentätigkeit. Allerdings bleibt die Adrenalin-, Noradrenalin- und Cortisolausschüttung hoch. Somit wird die Schilddrüsenfunktion geschwächt, die Fortpflanzungsorgane werden in Mitleidenschaft gezogen, außerdem werden entzündliche Prozesse gefördert. |
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Erschöpfungsphase |
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Durch die hohe
Ausschüttung energierelevanter Stoffe, kommt es zu
Energiebereitstellungsproblemen. Die Möglichkeiten der Anpassung geht
verloren, die Funktion des Immunsystems und der Geschlechtsdrüsen wird
beeinträchtigt, der Appetit ist gestört und Fortpflanzungs- und
Wachstumsprozesse funktionieren nicht mehr.
Langzeitfolgen sind oftmals schwere Erkrankungen wie: |
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FOLGEN & AUSWIRKUNGEN |
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Im Normalfall ist Stress nur ein kurzfristiger Zustand und schadet deshalb nicht. Beim Nachlassen der Gefahr oder der Stresssituation lassen auch die Stressreaktionen des Körpers wieder nach. Gefährlich wird es allerdings, wenn aus dem kurzfristigen Stressgefühl ein dauerhafter Stress wird. |
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| Symptome von Dauerstress | ||
| Dauerstress kann sich z.B. durch die nachfolgenden Symptome zeigen: | ||
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Stress wirkt nach. Körperliche und emotionale Stresssymptome klingen nicht sofort ab, es braucht Zeit, bis der Mensch wieder sein normales Gleichgewicht gefunden hat. Nach hohen Stressphasen kann das sogar mehrere Wochen dauern. Sind die Erholungsphasen nicht mehr ausreichend, geraten sogar normale Alltagsbelastungen zum Stressfaktor. |
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| Folgen von Dauerstress | ||
| Folgende Störungen können z.B. auftreten: | ||
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etc. |
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| Stress schädigt auf Dauer die Gesundheit. Aus Befindlichkeitsstörungen werden Erkrankungen. Typisch sind: | ||
| Erkrankungen | ||
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| Bei manchen Menschen kommt es in Stresszeiten durch Unachtsamkeit auch zu einer erhöhten Gefährdung für Unfälle. | ||
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STRESSMANAGEMENT - STRESSBEWÄLTIGUNG |
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Wer ständig stark unter Stress steht, kann sich selten ganz alleine helfen. Da ist es kein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt Selbstverantwortung und Mut, wenn die Hilfe einer erfahrenen Psychologin in Anspruch genommen wird. Doch ist dieser Weg erst einmal eingeschlagen, läuft es sich mit jedem Schritt leichter, da der Druck geringer wird. |
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Durch starke Schüchternheit und dadurch Verzicht auf ein großes Quantum an Lebensfreude, ergibt sich zwangsläufig ein sehr starker Druck. Hier kann psychologische Hilfe unterstützen. Auch das Erlernen von Techniken, die die eigene Wahrnehmung steigern und das Abbauen von Berührungsängsten fördern sind ein wichtiges Werkzeug |
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Die genannten Strategien geben allgemeine Anhaltspunkte. Letztlich liegt die Lösung des Problems im Einzelfall in der Entwicklung einer individuellen, auf die spezielle berufliche/ private Situation abgestimmten Strategie. |
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Vermeidung von Stressoren |
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Die effizienteste Form des Stressmanagements ist, die Ursache von Stress abzustellen oder zumindest den Berührungspunkt mit dem Stressor. Diese Möglichkeit steht und fällt jedoch mit dem bewussten Erkennen des Hauptstressors, andernfalls handelt es sich lediglich um Aversion oder Regression. Das Entwickeln von Problemlösungsstrategien oder Zeitmanagement sind z.B. hilfreiche Interventionen. Denn mit sinkender Ausgeglichenheit des Menschen steigt das Risiko, exzessiven oder traumatischen Stress zu entwickeln. |
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Kognitive Neubewertung |
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Wenn auch das
wirksamste Mittel im Eliminieren des Stressors liegt, so ist das bei
vielen Stressoren nicht möglich. Die Bewertung eines Stressors liegt im
Auge des Betroffenen. Kognitive Stressbewältigung beruht auf der
Erkenntnis, dass bei einer veränderten Bewertung oder Interpretation eines
belastenden oder traumatischen Ereignissen der negative Einfluss dieser
Erfahrung auf das psychische Wohlbefinden drastisch abgeschwächt werden
kann. |
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Entspannungsverfahren |
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Autogenes Training |
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Mit Hilfe dieser Entspannungstechnik kann man es lernen, sich selbst in kurzer Zeit zur Ruhe und in einen angenehmen Zustand der Tiefenentspannung zu bringen. |
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Das Autogene Training beruht insbesondere auf der Erkenntnis, dass man über die Konzentration körperliche Prozesse beeinflussen kann (Einheit von Körper und Psyche). |
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Man versucht dabei über die Konzentration körperliche Reaktionen, die einen angenehmen Zustand der Entspannung begleiten, wahrzunehmen und anzuregen. Man lernt z. B. die abnehmende Muskelspannung, die mit jeder Form der Entspannung automatisch einhergeht, wahrzunehmen und über die Konzentration darauf, einen vertieften Entspannungseffekt zu erreichen. |
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Progressive Muskelentspannung / Relaxation - PMR (nach Jacobsen) |
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Mit Hilfe dieser Methode kann man es lernen, sich über die Lockerung der Muskulatur in einen angenehmen Zustand einer körperlichen und psychischen Entspannung zu bringen. Ebenso wie das Autogene Training beruht PMR auf dem psychophysiologischen Einheitsprinzip: Wenn der Körper sich entspannt, folgt immer auch die Psyche - und andersherum. |
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Bei der PMR wird die Muskelspannung in Übungen als subjektiver Indikator für individuelles Entspannungsempfinden eingesetzt. Der Übende wird sukzessive trainiert, Unterschiede in der Muskelspannung wahrzunehmen und bei Bedarf gezielt zu entspannen. |
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Die Übungen beginnen mit einer aktiven Anspannung eines Muskelbereichs für einige Sekunden (z.B. rechte Faust ballen) und der bewussten Konzentration auf den Spannungszustand (hier Hand/ Unterarm). Anschließend erfolgt die Entspannung des Muskelbereiches, was beim "Loslassen" durch eine physiologisch bedingte Muskeldehnung von selbst geschieht. Dann wird der Übende, der sitzen oder liegen kann, aufgefordert verschiedene Muskelgruppen (Hände - Arme - Schulter etc.) nacheinander an- und zu entspannen. Die Instruktionen für den ganzen Körper dauern ca. 30-40 Minuten, es gibt aber auch Kurzformen für Fortgeschrittene, die man in wenigen Minuten anwenden kann |
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Zeitmanagement |
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Ein weiterer Schritt im Stressmanagement ist, mit einem wirkungsvollen Zeitmanagement anzufangen. Auf der Grundlage Ihrer persönlichen Ziele können Sie nun Ihre Aufgaben und Aktivitäten gründlich planen. Zeitmanagement hilft Ihnen dabei, Stress dauerhaft in den Griff zu bekommen und nicht nur punktuell anzugehen. Hier ist aber besonders wichtig, dass Sie immer Pufferzeiten einplanen und vor allem auch Möglichkeiten zur Erholung und zum Auftanken konsequent mit einplanen. |
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Ideale Partner zu Entspannung und Stressverarbeitung sind positives Bewusstsein gegenüber Leben, Körper und Psyche! Vergessen Sie aber bitte daneben auch nicht die anderen Bestandteile eines Gesunden Lebensstils, die sich zum Teil gegenseitig ergänzen und beeinflussen (Bewegung, Ernährung, usw.). |
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MODALITÄTEN |
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Unsere Räume stehen für alle Trainings sowie Coachings mit bis zu 6 Personen zur Verfügung. Auf Wunsch führen wir für unsere KlientenInnen auch Veranstaltungen innerhalb geeigneter Räume in diesen Organisationen oder in anderen Tagungsräumen durch. |
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| Kosten: | ||
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Die Honorare richten sich nach Art und Umfang der Maßnahme und werden mit unseren Auftraggeber im Einzelfall vereinbart. |
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