Coco in Ausbildung

- Coco in Ausbildung

Wie ihr alle wisst studiere ich ja schon seit einigen Monaten, ich mache die Ausbildung zum Therapiebegleithund. Ich habe wöchentlich Unterricht und Seminare auf der Uni „Pfotenassistenz“. Das bringt natürlich viel Verantwortung und auch einige Verpflichtungen mit sich. Wie wir alle wissen, schaffe ich das aber mit links, ich bin ja ein Labrador.


Weinend In den letzten Monaten habe ich ein bisschen gelitten. Nein nicht wegen dem Studium. Sondern wegen meiner Schwester. Könnt ihr euch noch an Polly erinnern, meine Zwillingsschwester? Polly hat ja einige Monate bei uns gewohnt und wir hatten ganz viel Spaß miteinander.
Eines Tages aber waren wir uns nicht mehr so einig und verstanden uns nicht mehr so gut wie zuvor. Meine Mama sagt, dass ist wegen der „Pubertät“. Ich wollte auch meine Mama nicht teilen.

Wir haben dann manchmal ein bisschen gekämpft, so wie „pubertierende Mädels es eben tun“...

Anderseits erfuhren wir, dass es da eine Familie gibt die so gerne hätte, dass Polly bei ihnen lebt, und dort hätte sie ihre eigene Mama und wäre nicht so weit weg von ihrer ursprünglichen Umgebung. Sie besuchte die Familie und war sofort verliebt. Wir hatten viele Gespräche aber sie entschied sich dann doch ihre eigene Familie zu gründen, sie hat uns sehr liebt aber sie möchte gerne ihre eigene Mama haben und ihren eigenen Garten. Ich habe das schon verstanden, und nach vielen Gesprächen konnte auch meine Mama die Gründe verstehen.

Der Abschied war schwer und traurig, wir haben alle viel geweint. Jedes Mal wenn ich aber jetzt von Polly höre, erzählt sie nur wie glücklich sie ist, und wie gut es ihr geht. Ich denke sie hat die richtige Entscheidung getroffen.


Zur Ablenkung habe ich viel studiert, das tut gut, denn dann denke ich nicht die ganze Zeit an Polly. Kennt ihr noch meinen Trainer? Den Robert, er ist schon ein bisserl streng, da darf ich nicht rumliegen und schnüffeln, da muss ich immer sofort folgen und tun was er sagt. Mittlerweile weiß ich, dass das nötig ist und weiß auch schon wie den Robert am besten angucke damit ich machen darf was ich will...

Die anderen Studenten haben das aber noch nicht so herausen, die müssen noch lernen wie sie den Robert am besten austricksen.
Ich brauch mich nur am Boden legen und schon streichelt er mich, ich glaube ich bin seine Lieblingsstudentin. Wobei ich mir eigentlich schon mehr Guttis wünschen würde....

Mein Cousin, Raffi, trainiert auch immer mit mir, das gefällt mir auch immer sehr gut. Ich bin ja eigentlich schon ein bisserl älter als er, eigentlich sollte ja ich mit ihm trainieren aber ich merke wie gut es ihm gefällt also lasse ich das zu Verlegen

Die Eignungsprüfung habe ich auch bestanden – nun steht der weiteren Ausbildung zum Therapiebegleithund nichts mehr im Wege.

 
Als ich meine letzte Prüfung hatte, war ich sehr müde, ich hatte auch nicht so Lust und ich war auch sehr hungrig. Darum konnte ich mich nicht wirklich konzentrieren und flog dann durch die Prüfung. Ich weiß, dass kann jedem mal passieren, ich war aber schon ein bisserl traurig. Trauriger als ich, war aber Raffi, er glaubt so fest an mich! Wir haben uns aber entschlossen die nächste Prüfung total zu rocken, dann schaffen wir sie sicher.

Ich mache auch ganz viel Sport, gehe immer spazieren, wandern, schwimmen und spielen. Therapiebegleithunde müssen laut meiner Professorin viel Sport machen damit sie ausgeglichen sind. Ich machen das aber hauptsächlich, weil es mir Spaß macht.

Vor Allem ist es besonders lustig wenn meine Freunde mitkommen. Henry geht total gerne mit mir wandern und er nimmt auch die Dorli mit damit meine Mama nicht so alleine ist. Und die Dorli hat auch immer Guttis mit!

Ich muss dann immer posen, weil meine Mama so viele Fotos von mir macht. Ich habe da aber schon so einige Posen für die Fotos Unschuldig.

Und wisst ihr was am lustigsten ist? Wenn ich aus dem Wasser rauskomme nach dem Schwimmen und ich ganz nass bin und ich mich neben meiner Mami ausbeutle hihi. Dann wird sie immer ganz nass. Ich mache das eigentlich nur damit sie nass wird und dann zu mir ins Wasser kommt. Aber leider tut sie das nicht immer...


Wenn ich gerade nicht Sport mache oder schlafe dann tu ich gerne essen oder kauen. Essen ist natürlich besser, aber weil ich ja auf meine Linie achten muss, kann ich nicht die ganze Zeit essen. Darum kaue ich halt auf meinen Kauknochen oder anderen Dingen, die ich so finde rum...

Bei meinen Mamis kann ich nicht rum kauen, die schimpfen dann immer, also tu ich denen Bussis geben, das mögen sie gerne...

Ich habe Kau-Polster, Kau-Bälle und so einiges mehr. Ich kann euch leider nicht alles zeigen, einige Kau-Sachen sind geheim, das darf keiner rausfinden, auch nicht meine Mama.


Das macht alles sehr müde, der Sport, die Arbeit, das Spielen und Kauen, da bin ich immer ganz k.o. wenn ich abends heimkomme. Ich habe ganz viele feine Bettchen, am liebsten schlafe ich dann auf diesem.

Ich kringle mich ein und denke über die ganzen schönen Momente des Tages und meines Lebens nach. Dann kann ich immer ganz fein einschlafen. Manchmal gucke ich mir auch alte Fotos von meiner Familie und Freunden an. Das macht mich ganz glücklich, dann schlafe ich besonders gut einZwinkernd.

Am süßesten sind die Fotos wo alle noch so klein und kuschelig waren Zunge raus.

 
Ich habe meine Mama gebeten, dass sie auch von mir die Fotos sammelt, damit alle anderen auch meine Fotos vor dem Schlafengehen anschauen können. Meine Familie hat mir dann eine Fotocollage gemacht.

Sie haben gesagt, dass dieses Foto, das ihr da unten seht, die „Wahrheit“ wiederspiegelt. Das finde ich aber nicht, das sieht ja aus als würde ich dauernd nur schlafen und essen. Die haben da vergessen meine Arbeitsalltag einzubauen, ich arbeite ja den ganzen Tag...

Auf dem nächsten Foto haben sie versucht meine Hobbies zu zeigen, ich tu so gerne Kauen!!! Aber ich verstehe das letzte Foto nicht... Meine Mama will es mir auch nicht sagen und ich kann leider noch nicht English, das lerne ich erst im 3ten Semester. Vermutlich bedeutet es aber, dass es ihnen gut gefällt wenn ich mit meinen Kau-Sachen spiele.

Die Desi, meine Schwester, hat gesagt, dass ich sie in Mexiko besuchen kommen kann wenn ich mag. Ich habe mir schon ein Transportmittel besorgt. Sobald sie heimkommt werde ich ihr meinen Plan vorstellen!! Ich brauche ja wirklich Urlaub. Nun arbeite ich schon seit über einem Jahr ohne Urlaub, ich denke meine Mama wird es mir schon erlauben!

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